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Kranker Hund

Naturheilkunde beim Hund

Bei vielen Hundehaltern wächst das Interesse an alternativen Heilmethoden. Die Naturheilverfahren zielen im Unterschied zur Schulmedizin auf eine Stärkung der allen Lebewesen innewohnenden Naturheilkräfte ab. Ausgangs- und Angelpunkt der alternativen Medizin ist die ganzheitliche Betrachtung des Patienten. Anstatt sich nur auf die aktuelle Krankheit zu konzentrieren, wird das gesamte Befinden des Vierbeiners in Augenschein genommen und in die Untersuchung mit einbezogen.

 

Alternative Medizin wird von den Hundehaltern oft deshalb bevorzugt, weil sie ohne chemotherapeutische Substanzen wie Antibiotika auskommt, die meist Nebenwirkungen zur Folge haben. Allerdings haben sich nicht alle alternativen Behandlungsmethoden als wirksam erwiesen. Naturheilmittel sind meist nicht rezeptpflichtig und somit in Apotheken erhältlich. Dies darf jedoch keinesfalls ausschlaggebend dafür sein, den Vierbeiner selbst zu behandeln. In jedem Fall sollte vorher ein Tierarzt besucht werden, um sicher zu gehen, daß keine ernstere Erkrankung vorliegt.
Es gibt inzwischen viele Tierärzte, die neben der Schulmedizin auch alternative Heilmethoden anwenden.

Heilende Kräuter

Schon seit Tausenden von Jahren werden Kräuter eingesetzt. Auch sind viele moderne Medikamente aus Komponenten zusammengesetzt, die aus Pflanzenextrakten isoliert werden. Die Schulmedizin verwendet eine reine Zusammensetzung, die in einer präzisen Dosierung verabreicht wird. Verfechter der Alternativen Medizin behaupten dagegen, daß bei der Benutzung der Pflanze (im Gegensatz zur Verwendung des reinen Wirkstoffs) viel weniger Nebeneffekte auftreten und er Körper stärker zur Selbstheilung angeregt wird. Bevor man seinen Schützling selbst mit Kräutern behandelt, sollte man einen Heilpraktiker zu Rate ziehen.

Schmerzen lindern

Die Akkupunktur wird seit etwa vier Jahrtausenden in China angewandt. Sie beruht auf der Hypothese, daß Krankheiten oft durch eine Stagnation des Energieflusses in bestimmten Bereichen des Körpers ausglöst werden. Um den Energiefluß wieder anzuregen, werden spezielle Nadeln in den Körper gestochen. Es gibt mehr als 360 Einstichstellen, die auf 14 Meridiane oder Energiekanäle verteilt sind. Die unterschiedlich tief gestochenen Nadeln sollen bewirken, daß das durch die Krankheit gestörte Energiegleichgewicht wiederhergestellt wird. Die Wirkung der Akkupunktur kann durch unterstützende Maßnahmen wie die Akkupressur oder das Abbrennen bestimmter Heilkräuter noch verstärkt werden. Dieses Heilverfahren wird hauptsächlich bei Krankheiten mit chronischen Schmerzen eingesetzt, etewa bei Hunden, die unter Arthritis leiden.

Blütenessenzen

Zu den bekanntesten Naturheilverfahren gehört die von Dr. Bach entwickelte Blütentherapie, die heute auch bei Hunden angewandt wird. Blüten bekommen Energie, wenn die Pflanze durch das Sonnenlicht sowie durch Osmose Wasser aufnimmt. Dieses Wasser enthält wichtige Substanzen. Falls ein Hund unter seelischen Problemen oder Verhaltensstörungen leidet, stehen ihm verschiedene Pflanzenessenzen zur Verfügung, die die negativen Zustände wieder in positive verwandeln können. Bach-Blüten erhält man in der Apotheke. Infos: Bachblüten

Physiotherapie

Physiotherapie sowie andere Formen der Körpertherapie sind anerkannte Heilverfahren, die unter anderem bei Rückenschmerzen praktiziert werden. Obwohl die Anwendung dieser Therapien bei Tieren nicht ganz einfach ist, wurden bereits gute Ergebnisse erzielt.

Selbstheilung

Die  Homöopathie beruht auf der Ähnlichkeitsregel, der zufolge Ähnliches durch Ähnliches geheilt wird. Dies bedeutet, daß nur solche Medikamente in winziger Dosis verabreicht werden, die in höherer Dosis beim Gesunden ein ähnliches Krankheitsbild hervorrufen würden. Viele Hundehalter haben ihre Schützlinge erfolgreich mit homöopathischen Medikamenten behandeln lassen.

Manchmal werden homöopathische Mittel mit Heilkräutern verwechselt, da die verwendeten Wirkstoffe oft die gleichen sind. Allerdings sind die Prinzipien der beiden Heilmethoden unterschiedlich. Heilkräuter sollen speziellen Krankheiten entgegenwirken und werden in meßbaren Mengen verabreicht.

Da der Körper bei der Homöopathie zur Selbstheilung angeregt wird, ist sie auch nur wirksam, wenn das korrekte Heilmittel Anwendung findet. Der Rat eines qualifizierten Homöopathen ist daher unumgänglich.

Gesundheitsvorsorge beim Hund

Trotz artgerechter und liebevoller Haltung kann man nicht verhindern, daß der Hund ab und zu mal krank wird. Allerdings lassen sich vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Dazu gehören regelmäßige Untersuchungen beim Tierarzt, eine gute Ernährung und viel Auslauf. Ebenso der Kontakt zu anderen Hunden.
Obwohl es verständlich ist, daß man seinen Welpen schützen will, sollte man dafür sorgen, daß er Kontakt zu anderen Hunden und Welpen hat. Denn nur durch den Umgang mit seinesgleichen lernt er, sich angstfrei und angemessen zu verhalten. Dies ist besonder im Alter zwischen 6 bis 12 Wochen wichtig.

Impfungen

Die meisten Tierärzte ziehen es vor, Welpen erst dann zu impfen, wenn sie sich an das neue Zuhause gewöhnt haben. Der genaue Zeitpunkt hängt jedoch von der Art der Impfung und von den speziellen Risiken in der Wohngegend des Welpen ab.

Die erste Impfung bekommt der Welpe meist zwischen der 8. bis 10. Lebenswoche. Die zweite Impfung erfolgt einen Monat später. Der volle Impfschutz tritt nach der zweiten Impfung ein. Die weiteren Impfungen fallen in regelmäßigen Abständen nach Empfehlung des Tierarztes an.

Seinen Welpen sollte man so bald wie möglich seinem Tierarzt vorstellen, da man bei dieser Gelegenheit den Arzt auch um Rat befragen kann. Evtl Krankheiten können hierbei auch früher entdeckt werden.

Krankheiten und Vorsorge

Gegen folgende Krankheiten kann man Vorsorgemaßnahmen ergreifen:

cdVet Antibiotika natürlich vermeiden

Hundestaupe

 

Parovirose

Das Krankheitsbild zeigt Husten, Absonderungen aus der Nase, Muskelkrämpfe und Durchfall. Staupe ist eine Viruserkrankung, die ohne Impfung meist tödlich endet.
 

 

Die durch das Parvovirus hervorgerufene Erkrankung wurde in den späten siebziger Jahren erstmals bei Hunden diagnostiziert. Damals traten epidemieartig schwere Magen-Darm-Erkrankungen auf. Mittlerweile gibt es gegen dieses Leiden einen Impfstoff

Infektiöse Hundehepatitis

 

Leptospirose

Diese Krankheit entsteht durch ein Virus, das Blutzellen in der Leber angreift.





 

 

Zwei Arten von Bakterien zeichnen für diese Krankheit verantwortlich: Die eine greift die Leber an und führt zu Gelbsucht, die andere verursacht eine Erkrankung der Nieren. Beide Bakterienarten werden mit dem Urin ausgeschieden und so von Hund zu Hund übertragen. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, daß das Tier die Bakterien über den Urin von Nagetieren aufnimmt. Da diese Krankheit auch auf den Menschen übertragen werden kann, ist eine Impfung für Mensch wie Tier gleichermaßen wichtig.

Tollwut

 

Zwingerhusten

Diese Viruserkrankung ist in weiten Teilen Europas besonders unter freilebenden Tieren verbreitet. Der Fuchs ist der Hauptüberträger des Virus. Die Tollwut bedeutet sowohl für Tiere als auch für Menschen eine große Gefahr, denn hat das Virus erst einmal das Nervensystem befallen, endet die Krankheit in der Regel tödlich. Da Großbritannien als einziges europäisches Land tollwutfrei ist, müssen sich alle Tiere vor der Einreise sechs Monate lang in Quarantäne begeben.

 

Dieses Virus, Bordetella bronchiseptica, erzeugt einen trockenen und ansteckenden Husten. Ein gewöhnlicher Husten wird mit Nasentropfen oder anderen verschreibungspflichtigen Medikamenten behandelt.


 

Parasitenkontrolle

Viele Welpen werden von Band- und vor allem von Spulwürmern geplagt. Aus diesem Grund unterzieht man den Hund bereits im Alter von zwei Wochen einer ersten Wurmkur, der bis zur zehnten Woche im Abstand von zwei bis drei Wochen weitere folgen. Ausgewachsene Hunde entwurmt man alle drei bis sechs Monate. Da die Dauer von der Art des Präparates abhängt, sollte man vorab den Tierarzt befragen. Eine Wurmkur ist nicht nur effektiv, sondern auch einfach durchzuführen.

Spulwürmer rufen sowohl eine Magen- als auch eine Darmverstimmung hervor und sind auf den Menschen übertragbar. Bandwürmer haben keine Beschwerden zur Folge. Mit Ausnahme des Fuchsbandwurms sind sie für den Menschen ungefährlich.

Da Flöhe weit verbreitet sind, empfiehlt es sich, das Übel bereits frühzeitig zu bekämpfen. Der Fachhandel hät verschiedene Mittel gegen Flöhe bereit, die allesamt einfach anzuwenden sind. Allerdings sollte man vor Gebrauch die beiliegende Information durchlesen, vor allem, wenn noch Kinder im Haushalt leben.

Zahnerkrankungen

Obwohl die meisten Zahnerkrankungen erst bei älteren Hunden, zumeist als Folge von Mineralstoffablagerungen auf den Zähnen, auftreten, sollte man bereits den Welpen an regelmäßiges Zähneputzen gewöhnen. Auch der Tierarzt prüft, ob sich das Gebiß dem Alter entsprechend entwickelt. Junge Hunde verlieren ihre Milchzähne ungefähr mit  Monaten. Allerdings kann es vorkommen, daß die zweiten Zähne nachwachsen, bevor die Milchzähne ausgefallen sind. In diesem Fall müssen die ersten Zähne gezogen werden, um bleibende Schäden am Gebiß zu vermeiden. Auch hier kann mit dem Futter eine Zahnpflege stattfinden.

Kennzeichnung des Hundes

Laut Vorschrift muß jeder Hund ein Halsband und eine Hundemarke besitzen, darüber hinaus ist aber auch ein Anhänger mit Ihrer Telefonnummer und Ihrer Adresse sinnvoll. Alternative Kennzeichnungsmöglichkeiten stellen die Tätowierung oder die Injizierung eines Mikrochips dar. Die Daten auf dem Mikrochip könne von Tierärzten oder Tierheimen elektronisch ausgelesen werden.

 

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