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Ausscheidung

Das Ausscheidungssystem beseitigt giftige Stoffe und Abfallprodukte und reguliert den Flüssigkeitshaushalt. Die Nieren filtern unerwünschte Substanzen aus dem Blut. Durch die beiden Harnleiter gelangen die herausgefilterten Abfallprodukte in die Blase, wo sie bis zur Ausscheidung verbleiben. Der Urin wird zuerst durch die Harnröhre und dann durch den Penis oder die Scheide ausgeschieden.

Kreislauf

Das Herz-Kreislauf-System gewährleistet die Zirkulation wichtiger Stoffe im Blut und im lymphatischen System. Die Häufigkeit der Zirkulation hängt von der Aktivität des Hundes ab.

Das Gehirn erhält ständig 15 bis 20% der Blutmenge, die das Herz durch das Kreislaufsystem pumpt. In aktiven Phasen steigert sich der Blutstrom drastisch, wodurch mehr Sauerstoff für die Verbrennung zur Verfügung gestellt wird. Nerven und Hormone regeln die Blutzufuhr in die einzelnen Körperteile.

Nerven und Gehirn

Das Nervensystem steuert viele Körpermeachanismen, die auf die Bedürfnisse des Tieres und Anforderungen der Umgebung reagieren. Das zentrale Nervensystem des Hundes besteht aus dem Gehirn und dem Rückenmark, das beim Vierbeiner bis zur Schwanzwurzel reicht. Fortlaufend werden Informationen über die unmittelbare Umgebung wie Hitze, Kälte oder Zustand und Position des Vierbeiners von Rezeptoren in Haut, Muskeln und Gelenken gesammelt, in chemische Botschaften umgewandelt und über das Rückenmark dem Gehirn gemeldet.

Noch unzählige Fragen sind offen, was die Funktion des Hundegehirns anbelangt. Man weiß, daß ein Hund Informationen auf doppelte Weise verarbeiten kann: Das Gehirn wird entweder konditioniert oder Gelerntes gespeichert.

Das Großhirn des Hundes steuert das Lernen, die Emotionen und das Verhalten, das Kleinhirn dagegen kontrolliert die Muskulatur. Die Frage, ob Hunde ebenso fühlen wie Menschen, wird sich endgültig allerdings niemals beantworten lassen. Daß sie zu starken Gefühlen und Empfindungen fähig sind, lässt sich jedoch nicht bestreiten.

 

Sehen

Hundeaugen reagieren auf Bewegung und Licht sehr viel empfindlicher als Menschenaugen, können Gegenstände jedoch nicht so scharf wahrnehmen.

Das Auge ist ein mit Flüssigkeit gefüllter Ball, der in einer Höhle des Schädels sitzt. Es wird durch kräftige Muskeln gehalten und kann sich aufwärts, abwärts sowie nach allen Seiten bewegen. Die äußere Schicht des Auges, die Lederhaut, ist eine widerstandsfähige Membran. Die transparente Vorderseite wird Hornhaut genannt. Die Netzhaut empfängt mit ihren lichtempfindlichen Nerven Signale, die über den Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet werden. Dort werden die Signale dekodiert und es entstehen Bilder. Hunde haben ein drittes Lid, das versteckt in den Augenwinkeln liegt. Nur wenn der Hund krank ist, zieht sich dieses Lid schützend über das Auge und wird sichtbar.

Die Tränendrüsen produzieren Flüssigkeit, um die Hornhaut sauber und feucht zu halten. Überschüssige Tränenflüssigkeit wird durch Gänge im inneren der Augenwinkel zur Nase geleitet. Sind die Gänge verstopft, laufen Tränen das Gesicht hinunter und verursachen Flecken im Fell und auf der Haut.

Hund Sehfelder

 

Ohren

Das Gehör eines gesunden Vierbeiners ist hochentwickelt. Jeder Hundehalter, der schon mal versucht hat, ganz leise eine Dose Futter zu öffnen, wird dies bestätigen können. Während die Form des äußeren Ohres von Rasse zu Rasse verschieden ist, gleichen sich Aufbau und Funktion von Mittel- und Innenohr bei allen Hunden.

Das äußere Ohr besteht aus Knorpel, Muskeln und Haut und ist in der Regel beweglich. Es fängt den Ton ein und leitet ihn durch den Ohrkanal zum Trommelfell. Hinter dem Trommelfell liegt das Mittelohr. Es besteht aus einer Kammer mit drei Gehörknöchelchen, die man wegen ihrer Form und Funktion auch Hammer, Amboss und Steigbügel nennt. Diese kleinsten Knochen des Körpers verbinden das Trommelfell mit dem Vorhof und übertragen Vibrationen ins Innenohr.

Im Innenohr konvertiert die Ohrschnecke die Vibrationen in Signale, die zum Gehirn geschickt werden. Außerdem befinden sich im Innenohr auch jene Organe, die für den Gleichgewichtssinn und die Ausrichtung des Kopfes verantwortlich sind.

Hunde Ohren

Nase

Hunde besitzen einen hoch entwickelten Geruchssinn. Wissenschaftler haben nachgewiesen, daß dieser eine Million mal besser ist als der des Menschen. Man kann sich kaum vorstellen, wie viele Informationen durch den Geruchsinn aufgenommen werden. Aufgrund dieser außerordentlichen Fähigkeit wurden Hunde dazu ausgebildet, Gegenstände aufzuspüren: von Trüffel unter der Erde bis hin zu bestimmten Tumoren im Körper des Menschen. Hundenasen sind feucht und kalt. Die Feuchtigkeit dient dazu, Moleküle aus der Luft herauszulösen und sie mit der Riechmembran im Naseninnern in Kontakt zu bringen. Nervenimpulse befördern diese Informationen weiter zum Riechzentrum, das ungefähr vierzigmal größer ist als das des Menschen. Die Riechmembran des Hundes ist schwarz, und auch seine Nase ist dunkel pigmentiert. Man nimmt an, daß dieser Umstand zur Verbesserung des Geruchssinnes beiträgt. Mit einem besonderen Organ im Gaumen kann der Vierbeiner Geruch “schmecken”. Dieses so genannte Vomeronasalorgan wird hauptsächlich für Düfte genutzt, die das Sozial- und Sexualverhalten des Hundes betreffen. Es transportiert Informationen direkt zum limbischen System, jenem Teil des Gehirns, der für die emotionalen Reaktionen eines Hundes verantwortlich ist. Manchmal kann man die Vierbeiner auch dabei beobachten, wie sie dieses Organ benutzen: sie klappern leicht mit den Zähnen, machen Geräusche und sabbern, während sie den Duft zur gleichen Zeit reichen und schmecken.

Die Riechmembran des Hundes enthält eine unterschiedlich große Anzahl von Sensorzellen. Aus diesem Grund haben die verschiedenen Rassen Nasen entwickelt, die in Größe und Form erheblich voneinander abweichen. Man schätzt, daß der Dackel etwa 125 Mio, der Deutsche Schäferhund sogar bis zu 220 Mio Sensorzellen besitzt. Zum Vergleich: der Mensch hat bedeutend weniger, nämlich nur etwa 5 Mio Sensorzellen. Bei einigen modernen, künstlich gezüchteten Rassen wurde die ursprünglich lange Nase erheblich gekürzt.

 

Hunde Nase

 

Bewegungsablauf

Der Bewegungsablauf des Hundes hängt von verschiedenen Faktoren ab. zu den wichtigsten gehört der Körperbau. Wenn ein Hund eine gut gewinkelte Schulter besitzt, wie etwa der Golden Retriever, hat er wahrscheinlich eine größere Bewegungsfreiheit als ein Hund mit einer geraden Schulter. Vielleicht ist sein Gang etwas abgehackter, für eine bestimmte Rasse wie dem Zwergpinscher kann dies jedoch durchaus korrekt sein.

Auch Alter und Kondition spielen für den Bewegungsablauf eine gewichtige Rolle. Ein junger, gut bemuskelter Hund wird wahrscheinlich eine größere Bewegungsbandbreite aufweisen als ein alter, übergewichtiger Hund mit schlechter Kondition. Wie beim Menschen muß auch beim Vierbeiner die Muskulatur allmählich aufgebaut und trainiert werden, soll er in guter Verfassung bleiben. Leider gibt es zu viele träge Hunde; Fettleibigkeit ist unter ihnen weit verbreitet.

Bewegungsarten

Die vier Grundgangarten des Hundes sind Schritt, Trab, Kanter (ein kurzer, leichter Galopp) sowie Galopp. Bestimmt Rassen oder Hundetypen verfügen oft über einen charakteristischen Schritt. Große, kräftige Rassen galoppieren gern im Kanter, währen kleine, lebhafte Terrier sich durch einen federnden, fast springenden Gang auszeichnen. Der Trab ist die bevorzugte Gangart: Er ermöglicht eine relativ hohe Geschwindigkeit ohne allzu großen Kraftaufwand. Im Galopp überwindet der Hund kurze Distanzen mit sehr großer Geschwindigkeit. Einige Rassen wie der Greyhound sind tolle Sprinter, haben aber für längere Strecken nicht die nötige Ausdauer.

Andere Rassen sind speziell auf Gelenkigkeit gezüchtet worden. Border Collies und andere Hütehunde können schnell wenden, um die Herde in eine bestimme Richtung zu treiben, und sich dann auf Befehl ihres Besitzers in Sekundenschnelle auf den Boden fallen zu lassen.

Hund Bewegungsablauf
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