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Der Ursprung unserer Hauskatzen liegt doch nicht in Ägypten

Die Zahl der Katzen in Menschenobhut dürfte weltweit 600 Millionen übersteigen. Bis vor fünf Jahren hieß es, die alten Ägypter hätten vor rund 3600 Jahren damit angefangen, Katzen als Haustiere zu halten. Genetische Analysen sowie neue archäologische Befunde offenbaren nun aber einen völlig anderen Hergang.

 

Die Forscher Driscoll und O`Brian verglichen DNA-Proben von fast 1000 Katzen aus der Welt. Und zwar von Haus- und Wildkatzen im südlichen Afrika, in Aserbaidschan, Kasachstan, der Mongolei und im Nahen Osten. Diese Studie veröffentlichten die beiden Wissenschaftler zusammen mit Kollegen im Jahr 2007.
Die Wildkatzen (Felis silvestris) sortierten sich dabei in fünf genetische Cluster, die gut zu den bekannten fünf Unterarten und auch zu deren Verbreitungsgebieten passten: In Europa Felis silvestris silvestris, in China Felis silvestris bieti, in Zentralasien Felis silvestris ornata, im südlichen Afrika Felis silvestris cafra, sowie im Nahen und Mittleren Osten Felis silvestris lybica.
Die Hauskatzen aber, rein- wie gemischtrassige – egal, ob aus Großbritannien, Nordamerika oder Japan – fanden sich allesamt im selben Cluster mit Felis silvestris lybica. Sie waren praktisch nicht von Wildkatzen aus abgelegenen Wüsten in Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Saudi-Arabien zu unterscheiden. Demnach entstanden die Hauskatzen offenbar in einem einzigen Gebiet, und das lag nicht in Ägypten, sondern im Nahen Osten.

Aber nicht nur die genetische Analyse, auch eine Entdeckung auf Zypern warf die alten Vorstellungen über den Haufen. Im Jahr 2004 gaben Jean-Denis Vigne und seine Kollegen vom Muséum national d’Histoire naturelle in Paris den Fund eines Grabs bekannt, wo vor 9500 Jahren eine junge Katze mitbestattet worden war. Ihr Körper war genauso nach Westen ausgerichtet wie der des Menschen. Dies verweist auf eine recht enge Beziehung zwischen Katze und Mensch. Und der Nahe Osten als Ort der Domestikation passt zu den genetischen Befunden. Vor fast 10 000 Jahren kamen im Nahen Osten Landwirtschaft und Sesshaftigkeit gerade auf. Dieser Fund gilt als ältester Hinweis darauf, dass man sich schon damals Katzen hielt.

Warum fanden sich Mensch und Katze überhaupt?

Für Domestikation erscheinen Katzen nicht gerade prädestiniert. Die verschiedenen
Katzenarten – auch die Wildkatze – sind im Allgemeinen Einzelgänger. Sie pflegen allein zu jagen und ihr Gebiet heftig zu verteidigen. Die einzige Ausnahme davon bilden Löwen, die in Rudeln leben. Andere Haustiere haben die Menschen sich für bestimmte Zwecke herangezogen. Katzen schlossen sich uns wahrscheinlich aus eigenen Stücken an, weil sie selbst davon profitierten.
Archäologen entdeckten Knochen der Hausmaus, Mus musculus in Palästina bei den ersten Getreidespeichern, die Menschen vor ungefähr 10 000 Jahren für Wildkörner anlegten.

Meine Susi 2007

Fast mit Sicherheit zogen jene Mäuse sowie die Abfallhaufen vor den Siedlungen Katzen an. Individuen, die in Menschennähe zu leben vermochten, wo sie Zugang zu Essensresten und Mäusen erlangten, waren evolutionär im Vorteil. Damit mag eine Selektion auf größere Zahmheit einhergegangen sein.
Neben ihrem Nutzen zur Schädlingsbekämpfung könnten Katzen auf Menschen aber auch anziehend gewirkt, ja sogar Betreuungsinstinkte geweckt haben. Nach Ansicht mancher Fachleute entsprechen schon Wildkatzen in manchen Zügen dem »Kindchenschema« – mit ihren großen Augen, dem stupsnasigen Gesicht und der hohen, runden Stirn. Wer weiß – manches niedliche junge Kätzchen mag deshalb ins Haus genommen, versorgt und gezähmt worden sein.

Der Körperbau

Wenn wir uns körperlich mit unseren Katzen vergleichen, gehen sie eindeutig als Sieger hervor. Um ihre Leistungen zu erreichen, müßten wir mindestens ein Leistungssportler sein. Ihr Körper ist perfekt auf ihre Lebensumstände eingestellt. Knochenbau, Muskeln, Sehnen und ihre Sinne ermöglichten ihr im Laufe der Evolution auch die extremsten Bedingungen zu meistern. Das Skelett der Katze hat ca 244 Knochen, d.h. fast 40 mehr als bei uns Menschen. Sie befinden sich vorwiegend im Bereich der Wirbelsäule und dem Schwanz. Es zeichnen sich interessante Unterschiede ab wenn wir entsprechende Knochen beider Skelette (Mensch - Katze) vergleichen.Die Katze verfügt unter anderem über
* 7 Halswirbel
*13 Brustwirbel
* 3 Kreuzbeinwirbel ( sie sind miteinander verwachsen)
*18 bis 20 Schwanzwirbel
*26 Rippen und die Knochen der Vorder- und Hinterextremitäten sowie den Schädel.

Skelett der Katze
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Ihre bewegliche Wirbelsäule macht sie allerdings zu wahren Akrobaten! So z.B. im freien Fall oder unter Hilfe des Schwanzes bei einem Balanceakt. Große Stürze, so weit sie nicht auf Felsen oder anderen harten Flächen enden können Katzen relativ gut überstehen. Kurze Stürze aus einem Meter Höhe sind jedoch gefährlich, weil sie hier keine Zeit haben ihren "Fallmechanismus" einzusetzen.

Die Fellpflege bei Katzen

Die Fellpflege gehört zu den natürlichen Verhaltensweisen der Katze. Die meisten Kurzhaarkatze können ihr Fell selbst bestens pflegen. Durch die meist vorhandene Wohnungshaltung in geheizten Räumen verlieren die Katzen das ganze Jahr über Haare. So ist es sinnvoll, ihnen etwas zu helfen. Auf diese Weise bilden sich im Magen der Katze nicht so viele Haarballen wie normalerweise.  Die meisten Katzen genießen es sehr gebürstet zu werden. Dadurch kann die Bindung des Menschen mit seiner Katze verstärkt werden.

Langhaarkatzen sind immer auf die Hilfe des Menschen bei der Fellpflege angewiesen, da das lange Fell ansonsten schnell verfilzen würde und die Katze müsste sich die Haarballen mühsam auskratzen. Manche Katzen mögen dies nicht und es wäre sehr stressig für Mensch und Katze, dies dennoch zu tun. Deshalb sollte man die Katze von klein auf an die Bürste gewöhnen. Langhaarkatzen habe viel mehr Unterwolle als Kurzhaarkatzen. Dies merkt man auch in der Zeit des Haarwechsels.

Wenn das Haar bereits verfilzt ist, braucht man Geduld. Im äußersten Notfall bleibt der Gang zum Tierarzt nicht erspart, wo die Haarballen unter Narkose abgeschnitten werden. Um das Vertrauensverhältnis zur Katze nicht zu gefährden, sollte dies allerdings nur im absolute Notfall geschehen.
Das Fell hat eine natürliche Schutzfunktion. Es schützt vor Nässe, Kälte und innerem Wasserverlust und kann die Körpertemperatur regeln. Eine gesunde Katze hat ein glattes glänzendes Fell. Der soziale Kontakt zwischen Mensch und Katze oder zwischen Katze und Katze wird durch die Fellpflege und das Kuscheln verstärkt.

Für die Haarpflege der Katze gibt es die unterschiedlichsten Werkzeuge. Mit der Zeit wird jeder Katzenbesitzer herausfinden, mit welchen Bürsten, Kämmen oder Handschuhen er seine Katze verwöhnen und pflegen kann.

Fellpflege Werkzeug

Die Sinne der Katze

Die Katzen haben hochempfindliche Sinnesorgane: Tasthaare und Haare, Wärmeempfindlichkeit, Höhren, Sehen, Riechen und Schmecken
Die Katze besitzt wie der Mensch auch Berührungsrezeptoren. Mit diesen kann sie zwischen Streicheln, Kitzeln oder Bürsten unterscheiden. Die Haare vermitteln Bewegungsreize, wobei die Schnurrhaare (Vibrissae) besonders empfindlich sind. Sie reichen dreimal so weit in die Haut wie normale Haare und sind an der Wurzel mit besonders vielen Nerven ausgestattet.

Wenn sich ein Baarthaar auch nur minimal bewegt, aktiviert das bereits die Nerven an der Basis. So kann sich die Katze mit diesen hochsensiblen Werkzeugen sicher im Dunkeln, in engen Räumen oder auch im Unterholz bewegen, wo sie ihre Augen wegen der Verletzungsgefahr schließen muss.
Die empfindlichen Schnurrhaare könne sogar kleinste Luftwirbel wahrnehmen, deshalb weichen Katzen Hindernissen wie von selbst aus. Katzen wären ohne Schnurrhaare hilflos.
 
Das Hörvermögen der Katzen

Katzen haben ein sehr viel feineres Gehör als Menschen. Sie hören nicht nur einen größeren Frequenzbereich als wir, aber könne auch viel leisere Töne wahrnehmen. Ihre Lautstärkeempfindlichkeit ist ungefähr viermal so groß wie die des Menschen. Katzen hören Töne von ca. 45 Hz bis 60 kHz. Am besten ist ihr Hörvermögen im Bereich von 1 bis 20 kHz ausgeprägt. Ihre große Ohren sind einzeln beweglich. Deshalb können sie die Richtung sehr genau bestimmen, aus der ein Geräusch kommt. Diese Fähigkeit hilft ihnen bei der Jagd im Dunkeln.

Ohrenstellung der Katze beim Hören
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