Lexikon für den Kuhbereich

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Kühe  -  Kälbergeburt  - Milch  -  Verdauung  -  Verwendung  -  Lexikon

Abkalbung

Geburt eines Kalbes nach ca. 9 Monaten Trächtigkeit der Kuh. Die erste Kalbung findet bei Rindern mit ca. 27 Monaten statt. Es folgen dann ungefähr 1 Kalb pro Jahr. (In ca. 2% der Geburten auch Zwillinge). Ein Kalb (Schwarzbunte Rasse) wiegt etwa 35-45 Kilogramm bei der Geburt. Bei einer Geburt mit "normaler" Lage des Kalbes kommen zuerst die Vorderbeine zum Vorschein, dann der Kopf, der Rumpf und zum Schluss die Hinterbeine.

Belegung

Ein Rind oder Kuh durch einen Bullen decken lassen oder mit tiefgefrorenem Sperma künstlich besamen.

Biestmilch

(auch Kolostralmilch genannt). Kuhmilch in den ersten Tagen nach dem Kalben. Sie enthält sehr hohe Nähr- und Wirkstoffe, die für das neugeborene Kalb sehr wichtig sind (z.B. Vitamine und Antikörper).

Boxenlaufstall

Moderner Stall, in dem die Kühe frei laufen können und nicht mehr angebunden sind. Die Tiere können selbst entscheiden in welchem Liegeplatz (Boxen) sie ruhen oder wann und wo sie fressen.

Brunst

Die Tage in denen ein Rind trächtig werden kann.
Die erste Brunst bekommt ein Rind im Alter von etwa 10 Monaten.
Der Brunstzyklus beträgt ca. 3 Wochen.
Brunstdauer ca. ½ bis 1 ½ Tage.
Das erste mal belegt wird mit ca. 18 Monaten.

Bulle

Bullen sind geschlechtsreife, männliche Rinder.
Bullen werden auch Stier, Farren oder Fasel genannt.

bullige Kuh

Eine "bullige Kuh" ist brünstige Kuh

Butter

Butter ist ein aus Fettkügelchen der Milch zusammengeronnenes Fett. Wenn man Milch (überwiegend Kuhmilch) schleudert oder stehen lässt, scheidet sich das Fett als Rahm ab; was zurückbleibt, heißt Magermilch. Aus dem gekühlten Rahm gewinnt man durch Rühren (früher im Butterfass, heute in der Buttermaschine) die Butter als gelbliche Masse; die dabei zurückbleibende Flüssigkeit ist die fettarme und eiweißreiche Buttermilch. Die Rohbutter wird dann geknetet und mit Wasser gewaschen.
Butter enthält etwa 80 Prozent Fett und etwa 20 Prozent Wasser. Wegen ihres Gehalts an fettlöslichen Vitaminen ist sie eines unserer wertvollsten Lebensmittel.

Domestikation

Haustiere unterscheiden sich von den Wildformen u.a. durch geringere Angriffslust, höhere Fruchtbarkeit und oft verringerte Hirnmasse. Grund dafür ist die Zucht durch den Menschen, der stets nur die für seine Zwecke geeignetsten Exemplare zur Vermehrung benutzte. Diese Domestikation oder Haustierwerdung begann vor über 12.000 Jahren mit dem Hund (aus dem Wolf) und setzte sich mit Schaf, Ziege, Schwein, Pferd, Kuh und Huhn fort. Erst durch diese Züchtung wurde aus dem Urrind die Milchkuh, aus dem asiatischen Bankivahuhn der fleißige Eierproduzent, aus dem Wildpferd das zügelfromme Reit- und Zugpferd. Auch unsere Kulturpflanzen sind auf ähnliche Weise aus Wildpflanzen entstanden.

Embryotransfer

Übertragung eines ungeborenen Lebewesens (Embryo) von einem Muttertier auf ein anderes. Diese Methode erlaubt zum Beispiel, Embryos von wertvollen Zuchtkühen von (gleichzeitig mehreren) anderen Kühen austragen zu lassen und so rasch mehrere hochwertige Kälber zu bekommen. Weil Embryos relativ einfach zu konservieren und zu transportieren sind, kann man auf diese Weise auch einfach und billig Zuchttiere in andere Kontinente exportieren, statt die wertvollen Zuchttiere selbst zu verladen.

Euter

Milchbildende Drüse zwischen den Hinterbeinen der Kuh. Es hat 4 Zitzen oder Striche (ähnl. Brustwarzen) aus denen die Melkmaschine oder das Kalb die Milch "saugt".

Färse

Ein geschlechtsreifes Rind wird bis zur ersten Kalbung auch als Färse bezeichnet. Nach ihrem ersten Kalb heißt sie dann Kuh.
Färsen werden je nach Region auch als Kalbe, Starke oder Queene bezeichnet.

Fresser

Fresser nennt man Rinder, die zwischen 6 Monaten und einem Jahr alt sind. In dieser Zeit fressen die Tiere sehr viel, weil sie im Hauptwachstumsstadium sind.
Weibliche Fresser nennt man auch Kälberfresser, männliche Fresser nennt man Bullenfresser.

Fütterung

Rinder benötigen in der Hauptsache rohfaserhaltige Futtermittel (z.B. Heu, Silage) damit sie ihrer Wiederkautätigkeit nachkommen können. Zusatzfutter wie Rüben, Maissilage oder Kraftfutter dienen einer ausgewogenen Ernährung. Eine Milchkuh frisst ca. 16 bis 20 kg Trockenmasse pro Tag. (Futter minus Wasser = Trockenmasse)

Geburt

siehe Kalbung

Gewicht

Eine Milchkuh wiegt ca. 600 bis 700 kg. (Es gibt aber auch leichtere Rassen wie Jersey ca. 350 kg.)
Ein Kalb (Schwarzbunte Rasse) wiegt etwa 35-45 Kilogramm bei der Geburt.

Gülle

Gülle oder Jauche nennt man eine Mischung aus Kot, Harn und Einstreu mit unterschiedlichem Wasseranteil. Sie ist ein wichtiger Wirtschaftsdünger. Je nach Beigabe von Einstreu und Wasser spricht man von Dick- oder Dünngülle, Schwemmmist oder Flüssigmist. Im Gegensatz zum Festmist steht bei Gülle der größte Teil des Stickstoffs den Pflanzen unmittelbar zur Verfügung.

Heu

Heu ist durch Trocknen haltbar gemachtes Grünfutter (Gras, gemischt mit Wiesenkräutern, aber auch Raps, Grünroggen, kleeartige Futterpflanzen oder Luzerne). Es ist besonders wichtig für die Ernährung von Pferden und von Wiederkäuern, vor allem Rindern und Schafen, über die Wintermonate.

In der Regel werden Wiesen drei- bis viermal pro Jahr geschnitten. Bei der Bodentrocknung wird das Gras gemäht, meist mit einer an den Traktor angehängten Mähmaschine mit beweglichen Messern. Es legt sich als langes Band (Schwaden, Strich oder Reihe genannt) nieder. In den nächsten Tagen wird es mit einer Heuwendemaschine mehrfach gewendet, damit es besser trocknet: Je 100 Kilogramm Grünfutter müssen etwa 60 Kilogramm Wasser verdunsten. Nach einigen Tagen (mit möglichst trockenem Wetter) wird es mit einer Bindemaschine aufgenommen, zu Ballen gepresst (siehe Bild) und eingelagert.
Andere Heutrocknungsverfahren nutzen Holzgestelle („Reuter", „Heuharfen") oder Heißluft-Trocknungsanlagen (Trommeltrockner mit 300 - 1000 Grad heißer Luft trocknen es sehr nährstoffschonend innerhalb von 10 Minuten).

Wichtig ist, dass das Heu richtig trocken ist, andernfalls droht es zu schimmeln (Giftstoffe, muffiger Geschmack, so dass es als Futter verweigert wird, Nährstoffverluste) und darf dann nicht verfüttert werden, oder es entzündet sich gar von selbst (durch die Tätigkeit von Mikroorganismen im Heu entsteht viel Wärme); auf diese Weise sind schon viele Höfe abgebrannt.

Jauche

siehe Gülle

Jungbulle

männliche (Jungbulle, Jungstier) oder weibliche (Jungrind) Rinder im Alter von einem Jahr bis zur Geschlechtsreife im Alter von ca. 18 Monaten.

Kalb

Ein männliches oder weibliches neugeborenes Tier. (männlich = Bullenkalb, weiblich = Kuhkalb)
Ab einem Alter von etwa 5 Monaten wird es zum Fresser.
Es kommt rund neun Monate und neun Tage nach der (meist künstlichen) Besamung zur Welt und wiegt dann etwa 35-45 Kilogramm. Zunächst nährt es sich von der Biestmilch, später von der Milch seiner Mutter; rund sechs Liter pro Tag. Nach einer Woche wird es meist auf Muttermilch-Ersatz aus Milchpulver und warmem Wasser umgestellt, nach einigen Wochen an Magermilch, Kraftfutter und Heu gewöhnt. Die weiblichen Tiere werden später zu Milchkühen. Die Bullenkälber dagegen werden gemästet, bis sie ein Gewicht von etwa 160 bis 180 Kilogramm erreichen. Dann gehen sie zum Metzger und kommen als Kalbfleisch auf den Tisch. Oder sie werden zu Mastbullen mit 500 bis 600 Kilogramm Lebendgewicht weitergemästet.

Kraftfutter

Trockenfuttermischung aus z.B. Getreide, Sojaschrot und Mineralien mit einem hohen Energiegehalt zur Fütterung von Kühen mit hoher Milchleistung.

Kuh

Das weibliche Rind nach dem ersten Kalben nennt man Kuh (Kühe kalben im Alter von ca. 27-30 Monaten das erste Mal.) Kühe werden vor allem zur Kälber- und zur Milchproduktion gehalten.

künstliche Besamung

wird heute in der Tierzucht hauptsächlich verwendet. Dabei wird Sperma Muttertieren mit einem Glasröhrchen (Pipette) zum günstigsten Zeitpunkt direkt eingespritzt. Das Sperma stammt von wenigen Vatertieren, die nach verschiedenen strengen Kriterien ausgewählt sind. Es wird mit Hilfe einer künstlichen Scheide gewonnen, geprüft, verdünnt und bis zum Gebrauch konserviert. Auf diese Weise kann zum Beispiel ein guter Zuchtbulle Vater von rund 20 000 Kälbern pro Jahr werden, die er nie sieht, die aber seine positiven Erbanlagen mitbekommen. Bei natürlicher Befruchtung käme er höchstens auf 100 Nachkommen pro Jahr.

Laktation

Milchbildungsperiode, das heißt, die Zeit in der die Kuh Milch gibt (zwischen der Kalbung und dem Trockenstellen, im Durchschnitt sind das ca. 305 Tage).

Melken

nennt man die Milchgewinnung aus den Eutern von Kühen und anderen Milchlieferanten (Schafe, Ziegen).Kühe werden morgens und abends gemolken. Das heißt für den Bauern 365 Tage im Jahr arbeiten, auch Sonntags oder Weihnachten.
Ursprünglich wurde von Hand in Eimer gemolken (pro Kuh etwa eine Viertelstunde). Heute übernehmen Melkmaschinen diese Arbeit. Auf jede der vier Zitzen am Euter wird ein "Gummisauger" gesteckt. Diese Melkbecher sind über eine Leitung mit einer Vakuumpumpe verbunden. Ungefähr jede Sekunde "saugt" die Maschine einmal, dann lässt sie wieder eine Sekunde locker, ähnlich wie ein trinkendes Kalb.
Die Milch fließt in einen Melkeimer oder über Rohrleitungen direkt in einen Tank in der Milchkammer, wo sie auf eine Temperatur von vier Grad abgekühlt wird. So hält sie sich besser, bis der Tankwagen der Molkerei kommt und sie abholt.
Die Maschine melkt mehrere Kühe gleichzeitig und braucht für eine Kuh nur 5 bis 10 Minuten, so daß ein einzelner Melker innerhalb einer Stunde Dutzende von Kühen versorgen kann.

Milch

ist die weiße, undurchsichtige Flüssigkeit, die in den Milchdrüsen der weiblichen Säugetiere als Nahrung für die Jungen produziert wird. siehe auch hier

Milchleistung

Durch Zucht konnte die Milchleistung der Kühe von früher 700 kg auf heute rund 6500 kg (bei einer "Deutschen Schwarzbunten") pro Laktation  gesteigert werden (Einzeltiere geben auch bis 11.000 kg).
Am höchsten ist die Leistung bis ca. 6 Wochen nach dem Kalben. In den ersten 100 Tagen nach dem Kalben gibt eine Kuh etwa die Hälfte ihrer Laktationsleistung. Dann sinkt die tägliche Milchleistung bis zum Trockenstellen langsam ab.

Molke

ist eine Flüssigkeit, die bei der Herstellung von Käse aus Milch anfällt. Sie ist reich an hochwertigem Eiweiß, Mineralstoffen und Milchzucker und dient z.B. als Futterzusatz für Schweinefutter.

Molkerei

Verarbeitet wird die Milch nach dem Melken in der zentralen Molkerei, z.B. als Vollmilch, Buttermilch, Saure Sahne, Schlagsahne, Joghurt, Butter, Quark oder Käse. Zunächst wird die Milch von jedem Hof genau gewogen und der Fett- und Eiweißgehalt (Maße für die Milchqualität) bestimmt. Dann trennen große Schleudern (Zentrifugen) dieses Fett, auch Rahm genannt, ab; zurück bleibt Magermilch.
Ein Teil des Rahms wird nun wieder mit Magermilch gründlich vermischt. Dabei entsteht Vollmilch mit genau 35 Gramm Fett pro Liter. 15 bis 30 Sekunden langes Erhitzen auf 73 Grad Celsius tötet einen großen Teil der darin enthaltenen Milchsäure-Bakterien ab, ohne den Milchgeschmack zu verändern. Die Bakterien würden sonst die Milch nach kurzer Zeit sauer werden lassen. Man nennt dieses Verfahren nach dem Erfinder, dem Franzosen Louis Pasteur (1822 bis 1895) pasteurisieren. Solche pasteurisierte Milch hält sich im Kühlschrank einige Tage frisch. Erhitzt man die Milch eine Sekunde lang auf 140 Grad, bleibt sie sogar einige Wochen haltbar und wird als H-Milch verkauft. siehe auch Milch.

Natursprung

natürlicher Deckakt durch das männliche Tier

Pasteurisieren

Pasteurisieren ist ein Verfahren zur Haltbarmachung von Frischmilch. Die Milch wird dazu kurzfristig (ca. 15 bis 30 Sekunden) auf 62 bis 74°C erhitzt, gerade so lang, um die für den Menschen schädlichen Keime und Bakterien abzutöten. Gleichzeitig wird so die Haltbarkeit der Milch verlängert. Die Milch wird nach dieser Hitzebehandlung schnell auf eine Temperatur von 4 bis 5 Grad Celsius herunter gekühlt.
Das Verfahren ist nach dem Erfinder, dem französischen Chemiker Louis Pasteur benannt.
Durch die Hitzebehandlung gehen selbstverständlich auch Wertstoffe (Vitamine) und Geschmack verloren. Trotzdem gilt diese Methode immer noch als die beste, um Keimfreiheit zu gewährleisten und gleichzeitig Wertstoffe und Geschmack weitgehend zu erhalten. Die Hitzebehandlung macht die Milch zudem leichter für den Menschen verträglich.

Puls

Beim Kalb 100 bis 110 Schläge in der Minute.
Bei Rind und Kuh  40 bis 80 Schläge in der Minute.

Rassen

Tiere derselben Art mit gemeinsamen charakteristischen Merkmalen.
In Deutschland werden hauptsächlich folgende Rinderrassen gehalten: Deutsche Schwarzbunte, Deutsches Fleckvieh, Deutsche Rotbunte, Deutsches Braunvieh, Deutsches Gelbvieh, Angler, Vorderwälder, Deutsche Jersey, Deutsches Rotvieh, Pinzgauer, Hinterwälder, Angus und Charolais.

Säugezeit

Ein Kalb bekommt 8 bis 12 Wochen lang Milch nach der Geburt. Anschließend wird es auf Wasser, Heu und Kraftfutter umgestellt.

Sattfütterung

heißt, die Tiere können so viel fressen wie sie möchten. Wird auch ad-libitum-Fütterung (zur freien Verfügung) genannt.

Selbsttränke

sind Tränken, die dank sinnreicher Konstruktion von den Tieren (Rinder, Schweine, Pferde, Schafe, Hühner) selbst betätigt werden können. Vorteile: Geringer Wasserverbrauch und bessere Hygiene, denn das eventuell vom Trinken verschmutzte Wasser bleibt nicht im Becken, sondern das Tier bekommt zum Trinken immer frisches.

Silage

ist durch Gärung konserviertes hochwertiges Grünfutter. Dabei wird das wasserhaltige Material (Gras, Mais, kleeartige Futterpflanzen, Ackerbohnen, Hafer, Rübenblätter usw.) meist gehäckselt in ein Silo gefüllt und luftdicht abgedeckt. Nun vermehren sich darin Milchsäurebakterien, vergären den Zuckeranteil der Pflanzenmasse und bilden daraus Milchsäure. Sie gibt dem Gemisch einen säuerlichen Geruch und Geschmack (ähnlich wie Sauerkraut) und einen pH-Wert von unter 4 gibt und verhindert damit das Wachstum von Fäulnisbakterien. Schließlich ist das Gemisch so sauer, dass selbst die Milchsäurebakterien gehemmt werden: Die Gärung kommt zum Stillstand und das silierte Futter ist nun lange Zeit haltbar. Allerdings sollte es vorsichtig und nur in kleinen Portionen aus dem Silo entnommen werden, weil zu viel Luftsauerstoff es verdirbt.

Stalltemperatur

Rinder fühlen sich bei ca. +13°C am wohlsten. Frost bis Minus 15°C schadet ihnen überhaupt nicht, aber Temperaturen ab 20°C haben sie nicht ganz so gerne.

Trocken stellen

Vor einer Geburt wird eine Kuh 7 bis 9 Wochen (~ ca. 60 Tage) lang nicht gemolken, damit sie sich für die Geburt erholen kann.

Verdauungstrakt

Ein Rind (Kuh, Bulle, usw.) hat 4 Mägen (Pansen, Netzmagen, Blättermagen, Labmagen) mit insgesamt 110 bis 230 Litern Fassungsvermögen. Daran schließen sich der Dünndarm und der Dickdarm mit einer Länge von 35 bis 60 Metern an. Im Darm findet der größte Teil der Nährstoffaufspaltung statt.

Veredelung

nennt man die Umwandlung von pflanzlichen Futtermitteln in höherwertige tierische Nahrungsmittel (Fleisch, Eier, Milch usw.).

Wasserbedarf

Auf der Weide säuft eine Milchkuh ca. 20 bis 40 Liter Wasser am Tag.
Im Stall bei Trockenfutter (Heu) säuft eine Kuh ca. 40 bis 80 Liter Wasser am Tag.

Weide

nennt man Grünland, auf dem Vieh grast (weidet). Betriebswirtschaftlich ist das günstiger (praktisch keine Arbeit) als die Gewinnung von Heu, allerdings ist nicht alles Grünland für die Weidenutzung geeignet (etwa wenn es zu feucht ist). Auf jeden Fall muss man darauf achten, die Weide nicht zu übernutzen (Überweidung, etwa durch zu hohe Besatzdichte) und ihr ausreichend Zeit zum Erholen von Biss und Tritt des Viehs zu gewähren.
Eine Weide auf der im Sommer erst gemäht wird und dann später die Tiere weiden, nennt man Mähweide.

Widerristhöhe

auch Schulterhöhe genannt wird vom Boden bis zum Widerrist in senkrechter Linie gemessen. Sie liegt bei der deutschen Rotbunten bei ca. 130 bis 136 cm, bei der deutschen Schwarzbunten bei ca. 134 bis 138 cm.

Wiederkäuer

sind Tiere mit einem besonderen, ihrer Pflanzennahrung (vor allem Gräser) angepassten Verdauungssystem: Sie besitzen neben dem normalen Magen (Labmagen) noch mehrere Vormägen (Pansen, Netzmagen und Blättermagen). Dazu gehören Rinder, Schafe, Ziegen, aber auch Hirsche, Antilopen, Giraffen und Gazellen.
Sie alle ernähren sich im wesentlichen von Gras, das wenig Nährstoffe, aber viel an sich unverdauliche Gerüstsubstanz Cellulose enthält. Daher beherbergen sie im größten der Vormägen, dem Pansen (beim Rind bis 180 Liter Inhalt!) eine Fülle von verschiedenartigen Mikroorganismen, die diese Cellulose chemisch aufschließen können. Beim Fressen wandert der grob zerkaute Grasbrei mit viel Speichel zunächst in diesen Magen sowie in den Netzmagen. Nach einiger Zeit würgen sie den Panseninhalt nochmals portionsweise ins Maul, zerkauen ihn gründlich und schlucken ihn wieder herunter. Die Mikroorganismen zerlegen ihn währenddessen, setzen Nährstoffe frei und dienen zudem ihrerseits als eiweißreiche Nahrung.
Dank dieser Einrichtung können Wiederkäuer nicht nur minderwertiges Futter verwerten, sondern auch in kurzer Zeit (Gefahr durch Raubtiere auf offenen Grasflächen!) viel davon hinunterschlucken und es erst danach unauffällig an geschützten Stellen in Ruhe aufbereiten und verdauen.

Wiese

nennt man Grünland, auf dem Gräser sowie in der Regel Wildpflanzen wachsen und die nicht beweidet (Weide), sondern nur zur Heu- oder Silage-Gewinnung genutzt wird. Je nach Boden, Lage und Klima finden sich unterschiedliche Pflanzen ein, dazu eine Fülle von Insekten. In der Regel wachsen hier um so mehr Arten, je weniger gedüngt wird. Da viele von ihnen heute selten geworden sind, stellen manche extensiv genutzten Wiesen wertvolle Ökosysteme dar. Dagegen wachsen auf intensiv genutzten, reichlich gedüngten Wiesen nur noch wenige Grasarten; dafür kann man sie mehrmals im Jahr mähen.
Wiesen sind Kulturlandschaften; fehlt das regelmäßige Mähen, sprießen nach kurzer Zeit Büsche und Bäume. Daher ist schonende landwirtschaftliche Nutzung zum Erhalt wertvoller Wiesen unumgänglich (Landschaftspflege).

Zähne

Das Gebiss eines ausgewachsenen Rindes besteht aus 8 Schaufelartigen Schneidezähnen und 12 Backenzähnen im Unterkiefer sowie 12 Backenzähnen im Oberkiefer. (insges. 32 Zähne)

Zitzen

siehe Euter

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