Hufrehe

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Gesunder Huf  

Gesunder Huf und Huf mit Rehe

   Hufrehe

Hufrehe unterscheidet man in 3 Formen:

  • die akute Hufrehe
  • die chronische Hufrehe
  • die Geburtshufrehe (auf diese Form wird in diesem Artikel nicht weiter eingegangen)

Mögliche Ursachen der Hufrehe sind:

  • die Gabe von zu viel eiweißreichem Futter (es handelt sich hierbei um die häufigste Form)
  • zu lange oder zu hohe Gabe von Arzneimitteln
  • ernste Koliken
  • verschiedene frühere Huferkrankungen

Im Frühjahr (April/Mai) sind die Wiesen durch das erste junge Gras (Düngung) sehr eiweiß- und nährstoffreich. Viele unbedarfte Pferdebesitzer bringen ihre Pferde nach einer langen Stallsaison im Winter sofort auf die Weiden. Die Pferde können dann nach Belieben frisches Gras fressen. Der Verdauungstrakt kann diesen plötzlichen Eiweißschock nicht verkraften, die daraus entstehende Vergiftung verursacht eine Entzündung im Huf. Diese führt zu einer Schädigung der kleinen Blutgefäße in der Lederhaut, die wiederum Flüssigkeit austreten lassen. Dadurch kommt es zu einer Flüssigkeitsansammlung im Bereich der Zehenwand. Die Folgen sind: hochgradige Schmerzen, viel Wärme und. Pulsaktion (Arterie am Röhrbein ist tastbar)

Da die Flüssigkeit aus dem geschlossenen Huf nicht abfließen kann, wird die Verbindung zwischen der Hufwand und dem Hufbein gelockert, in diesem Fall spricht man von einer akuten Hufrehe.

Um dies zu vermeiden ist es wichtig, die Pferde langsam an eiweißreiches Gras zu gewöhnen. Daher sollte der Wechsel vom Stall auf die Koppel behutsam durchgeführt werden. Am Anfang werden die Pferde erst nach der normalen Fütterung im Stall für maximal 15 Minuten auf die Weide gebracht. Um dies auch kontrollieren zu können, muss der Pferdebesitzer sein Tier per Hand führen. Dies wird dann täglich wiederholt, wobei der Weidegang ausgebaut und verlängert wird, nach ca. 8-10 Tagen kann das Tier dann komplett auf die Weide gelassen werden. Wenn es aber während der Anweidung zwischenzeitlich eine Regenzeit gibt und können die Pferde nicht mehr auf die Weide, somit auch kein Gras mehr fressen, muß die Anweidung von vorne beginnen.

Weitere Anzeichen für eine akute Hufrehe sind z.B.:

  • das Pferd stellt die Vorderläufe zur Entlastung des Drucks nach vorne und die Hinterläufe zum Ausgleich des Gewichtes unter den Körper (siehe Abb.)
  • es macht einen matten Eindruck
  • Lahmheit, besonders wenn es in Kreisen läuft
  • Ein oder alle Hufe sind heiß und man kann einen erhöhten Puls fühlen
  • das Pferd tritt mit den Trachten auf und versucht dadurch die Zehen zu entlasten
  • um einen Huf kurzfristig zu entlasten, bewegt sich das Pferd von einem Huf zum anderen.


Wichtig ist, bei einem Verdacht auf akute Hufrehe muss sofort gehandelt werden!!!

Wenn die akute Hufrehe nicht völlig geheilt wird und die Entzündung ebenfalls nicht vollständig weg ist, spricht man von einer chronischen Hufrehe.

Die Anzeichen für eine chronische Hufrehe sind:

  • Ringe in der Hufwand, die von der Wandfläche zum Hufknorpel breiter werden
  • Erweiterte weiße Linie mit Auftreten von Bluttaschen oder Abszessen
  • Gesenkte Sohlen oder flache Hufe
  • Konkav gewölbte Hufe, die Folge aus einem ungleichen Hufwachstum
     

kaputte Hufe

kaputte Hufe

kaputte Hufe

kaputte Hufe

Bestimmte Pferdetypen, können besonders anfällig für diese Erkrankung sein:

z.B. Ponys
Übergewichtige und gestresste Pferde
Pferde mit Stoffwechselveränderungen
Pferde, die schon einmal an Hufrehe erkrankt sind, ...

Es gibt verschiedenen Behandlungsmethoden für Hufrehe, die von den individuellen Umständen abhängig ist.

Wichtig ist, daß die Behandlung sofort nach der Erkrankung erfolgen sollte, denn um so eher diese beginnt, desto besser sind die Heilungschancen.

Man muss sofort den Tierarzt oder Tierheilpraktiker rufen!!!!

Folgende Selbstmaßnahmen sollten sofort ergriffen werden, diese sind:

  • ein Pferd mit akuter Hufrehe, sollte kein Weidegras mehr erhalten
  • Hufeisen, wenn vorhanden, sofort entfernen
  • den oder die Hufe, wenn das Pferd es zulässt, in einen Eisbeutel oder in einen Eimer mit kaltem Wasser stecken, wenn es dies nicht zulässt – den Huf mit einem Schlauch abspritzen (dies wirkt schmerzlindernd und unter Umständen kann es das Fortschreiten der Krankheit aufhalten)
  • den Tierarzt oder Tierheilpraktiker rufen.


Nachdem die Symptomatik abgeklungen ist, sollte eine Hufkorrektur als Nachbehandlung durch den Hufschmied erfolgen, diese sollte so aussehen:

  • Rehebeschlag
  • durch die Hufrehe entsteht ein rasches und krankhaftes Hornwachstum, daher müssen die Hufe häufiger geschnitten und korrigiert werden. 

Besonders wichtig ist neben der Symptombehandlung die Regeneration des Stoffwechsels und eine optimale problemgerechte Versorgung des Pferdes.

Hier ist der Einsatz spezieller Kräutermischungen besonders wirksam und wichtig, um diese Problematik langfristig in den Griff zu bekommen:
Die Entgiftung des gesamten Körper des Pferdes, insbesondere der Leber und der Nieren, hat hier absolute Priorität.

Zusätzlich muß der Stoffwechsel angeregt werden und eine Durchblutungssteigerung und Herzstärkung erreicht werden.
 
zur dauerhaften Unterstützung bewährt. Zudem ist besonders in einer Problemsituation wir Hufrehe eine ausgewogene und verträgliche Versorgung mit Spurenmineralien und Mikronährstoffen  für das Pferd ein wichtiger Baustein.

Abschließend ist zu diesem Thema zu festzustellen: die kontrollierbaren Ursachen sollten verhindert bzw. abgestellt werden. Die Ernährung eines bereits betroffenen Pferdes sollte „mager“ (eiweißarm) und zudem ausgewogen sein. Eine gute und routinemäßige Gesundheits- und Hufpflege sowie ein rein natürliches Fütterungskonzept bildet hier das Fundament zum dauerhaften Erfolg.
 

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