Pferd 2

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Aktion  

Mit sechs Jahren zeigen Zangen nur
von “Kunden” keine Spur.
Vom Mittelzahn ist sie mit sieben,
mit acht vom Eckzahn abgerieben,
der erste “Einbiß” zu entdecken.

Im elften Jahr verschwindet er,
jedoch erscheint ein weiterer,
wodurch das Pferd prägnant
als über dreizehn wird erkannt.

Die querovale Reibefläche hält,
bis der Gaul zwölf Jahre zählt.
Dreieckig ist die Form alsdann,
der runde Querschnitt schließt sich an.
 
Und immer länger wird der Zahn,
und immer schräger steht er dann,
so daß der Gaul mit knapper Not
sein Futter beißt; dann naht der Tod.

(unbekannter Dichter)

Des Rosses Alter zu erkennen,
will euch diese Regel nennen:
Kaum ist zur Welt der junge Gaul,
bekommt er Zangen schon im Maul.

Dann kommen in den ersten Wochen
die Milchzähne hervorgekrochen.
Mit sechs- bis neunmal dreißig Tagen
die Eckzähne hervor sich wagen.

Dann, mit zweieinhalb Jahren, fangen
zu wechseln an die mittleren Zangen.
Mit drei und einem halben Jahr
folgt diesen nach das Nachbarpaar.

Mit viereinhalb an beiden Ecken
Ersatzschneidezähne sich jetzt recken.
Das Füllen wird somit zum Pferd.
Der Hengst mit Haken sich bewehrt.

Gedicht zum Erkennen des Pferdealters

vergitterte Pferdebox

offene Pferdeboxen

Auslauf im Paddock

Pferde hinter solchen Gittern zu halten, ist Quälerei !!!
(Vergleiche Einzelhaft im Gefängnis - als Strafe!!!)

Schon solche Außenboxen, aus denen die Pferde nach draußen schauen können, sind besser als Innenställe.

Diese Pferde können in ihren Paddocks an der Umwelt teilhaben. Sie langweilen sich nicht und “bekommen alles mit”.

Beim Westernreiten

Das “Geheimnis” der Ruhe und Gelassenheit der meisten Westernpferde liegt unter anderem darin, daß man ihnen erlaubt, am langen Zügel zu gehen. Sie dürfen den Kopf heben, um frei in die Ferne zu blicken. Da sie das können, fühlen sie sich sicher und sind ausgeglichener. Das hat nichts damit zu tun, daß sie kein Temperament hätten - sie haben nur einfach weniger Grund sich zu fürchten, und sind deshalb viel gelassener.

Im Stall

Es gibt immer noch Ställe mit vergitterten Boxen, aus denen die Pferde nicht mal auf die Stallgasse sehen können. Von ihren Nachbarn sind sie durch hohe Bretterwände getrennt, so daß die armen Tiere viele Stunden am Tag auf die kahle Wand blicken. Wie schrecklich muß das für das Fluchttier Pferd sein, das für sein Wohlbefinden Weite um sich herum braucht! Und kein Wunder, daß diese Pferde, die den ganzen Tag nichts zu sehen haben, im Gelände dann plötzlich “explodieren”!

Außenboxen sind schon besser: Hier können die Pferde sehen, was um sie herum geschieht, und am Leben der Menschen und Tiere im und um den Stall teilnehmen. Sie können beispielsweise auch Autos und Traktoren beobachten und merken so, daß das keine Ungeheuer sind. Pferde, die so etwas in Ruhe betrachten können, sind beim Reiten viel sicherer, weil sie weniger Angst haben.

Ganz schlimm sind die alten Pferdeständer, in denen man früher die Pferde mit dem Kopf zur Wand hin anband (in einigen Ställen  gibt es sie leider immer noch!). Darin sind die Pferde wirklich hilflos, denn rechts und links neben ihren Augen sind hohe Holzwände, und hinter sich können sie nicht sehen, weil sie kurz angebunden sind.

Am besten haben es natürlich Pferde, die sich auf einer Weide oder in einem Auslauf mit Offenstall frei bewegen können. Sie können ungehindert herumschauen und auch furchterregende Dinge in Ruhe beobachten. Daher sind so gehaltene Pferde meist viel ruhiger als Stallpferde.

Isländer im Tölt

Islandpferde gehen im Tölt mit hoch erhobenem Kopf; das ist bei dieser Gangart unbedingt notwendig.

Pferde, die den Kopf frei bewegen dürfen, haben den Überblick und sind daher ruhig und gelassen.

Westernreiter im Gelände

Im Gelände
“Pferde kurz halten”, sagen manche Reitlehrer und wollen nicht, daß die Pferde herumschauen - aber das ist verkehrt. Ein Pferd, das sich umsehen kann, erschrickt viel seltener als ein Pferd, das nur einen Quadratmeter Boden vor sich sieht. Wenn auf diesem Quadratmeter dann plötzlich eine Plastiktüte oder sonst was Furchterregendes auftaucht, dann ist es doch verständlich, daß das Pferd erschrickt, oder? Kann es die Tüte dagegen schon aus der Ferne sehen, wird es sich vielleicht ein bisschen darüber aufregen, daß da etwas Ungewohntes liegt. Aber jedes vernünftige Pferd wird sich das Ding anschauen und feststellen, daß es so furchterregend gar nicht ist. Damit hat sich die Sache meist.
fasst man die Zügel beim Anblick des ungewohnten Gegenstandes kurz und zieht den Kopf so eng an die Brust, so muß das Pferd vermuten, daß da etwas ganz Fürchterliches liegt, und bekommt Angst - logischerweise.
Jagdreiter, die oft sehr schwierige Strecken bewältigen müssen, wissen, daß man Pferde am langen Zügel mit leichtem Kontakt zum Pferdemaul am besten reitet. So können sie die ganze Gegend überblicken. Jagdreiter, die ihren Pferden diese Freiheit lassen, haben sehr selten Unfälle. Es muß also etwas dran sein!

Pferd Springreiten

Springpferde müssen den Kopf frei haben, denn bei der großen Geschwindigkeit im Galopp müssen sie sehen können, wohin sie laufen; sonst können sie nicht taxieren.

Den Kopf kurz vor der Senkrechten - so geht ein korrekt ausgebildetes Dressurpferd.

Pferd Dressur

Beim Springreiten

Es gibt Springreiter, die es schamlos ausnutzen, daß Pferde ihre Augen nicht nach oben bewegen können: Um vor dem Hindernis den Absprung selbst bestimmen zu können, müsste das Pferd den Kopf hochheben dürfen. Dann könnte es das Hindernis rechtzeitig sehen und würde von selbst an der richtigen Stelle abspringen. Aber viele Reiter ziehen den armen Pferden die Köpfe so eng an die Brust, daß sie nicht mehr als einen Meter vor sich sehen. So treiben sie ihr Pferd aufs Hindernis zu, und erst ganz kurz vor dem Sprung geben sie den Kopf frei. Erst dann kann das Pferd das Hindernis sehen und abspringen. So machen es leider viele Reiter auf Turnieren und wundern sich dann, wenn die Pferde den Absprung verweigern. Oft bestrafen sie sie auch noch dafür. Besser wäre es, sie korrekt auszubilden und mit längeren Zügeln ein bisschen selbständiger ans Hindernis heranzureiten. Springfreudige Pferde springen dann viel besser und harmonischer; bei manchen berühmten Springreitern sieht man das, und sie sind sehr erfolgreich damit.

cdVet alles für das Pferd
Sichtfeld beim Pferd

Beim Dressurreiten

Ein Pferd, das in korrekter Dressurhaltung geht - also den Kopf kurz vor einer gedachten senkrechten Linie - sieht nur ein paar Meter vor sich. Erschrickt es nun plötzlich, wird es versuchen, den Kopf hochzunehmen, um besser zu sehen. Das ist zwar verständlich, aber die Reiter erlauben es den Pferden oft nicht. Das Ergebnis ist, daß das am herumschauen gehinderte Pferd Angst bekommt.

Dann beginnt es sich zu wehren, es trippelt und verkrampft sich - eine Dressurlektion wird nach solch einem Erschrecken meist misslingen.

Sichtfeld beim Pferd

Wollen sie etwas sehen, das in weiter Ferne ist, dann müssen sie den Kopf hochheben, denn sie können ihre Augen zwar seitwärts bewegen, nicht aber wie wir Menschen nach oben und unten.
Besonders beim Springen  ist das wichtig. Leider nehmen viele Springreiter ihre Pferde “zu kurz” - dann ist ihr Sehbereich so eng wie der des unteren Pferdes.

Pferde sehen fast rundum. Nur was hinter ihnen ist, können sie nicht sehen. Deshalb warnt man ja auch davor, sich hinter ein Pferd zu stellen. Denn wenn es sich von etwas Unbekanntem bedroht fühlt, das es nicht sehen kann, wehrt es sich - wenn es festgebunden ist, notfalls mit Ausschlagen!
Bei normaler Kopfhaltung sehen Pferde einige Meter weit. Lediglich das, was sich direkt vor ihren Füßen abspielt, können sie nicht wahrnehmen.
Pferde haben ein Sichtfeld (gelb) von ca. 350°. Nur direkt vor seinem Maul und unmittelbar hinter seinem Schweif ist ein toter Winkel (grau).

Die Augen des jagenden Tieres liegen so, daß sie die Beute genau fixieren können. Ein rennender Leopard beispielsweise sieht von der Landschaft ringsum nur den “kleinen Ausschnitt” fliehende Beute, die aber ganz scharf. Ein Jäger wird ja kaum bedroht - er bedroht selbst; also braucht er keinen vorsichtigen Blick nach allen Seiten wie das gejagte Tier, hier das Pferd.

Der Unterschied bei “Jägern” (Hunden) und “Gejagten” (Pferden) liegt in den Augen. Alle jagenden Tiere haben die Augen ziemlich nahe zusammen am Kopf, während sie bei gejagten Tieren meist seitlich liegen.

Wie Pferde sehen

So sehen Pferde
So sehen Hunde
Sichtfeld beim Pferd
Hufeisen gold

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